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Wichtige Informationen und Hinweise

Nützlinge sind für Mensch und Tier völlig ungefährlich, da sie hoch spezifiziert sind und sich oft nur von einem bestimmten Schädling ernähren bzw. durch ihn weiterentwickeln können.

Sobald keine Nahrung oder kein Wirt mehr vorhanden ist, verschwinden auch die Nützlinge wieder, da sie entweder verhungern oder ihnen ihre Entwicklungsgrundlage fehlt. 

kaefer4.jpgEin großer Vorteil des Nützlingseinsatzes gegenüber chemischen Pflanzenschutzmethoden ist, daß es zu keiner Resistenzbildung bei den Schädlingen kommen kann.

Die Anwendung ist unkompliziert und von jedermann ohne zusätzlich anzuschaffende Gerätschaften durchzuführen. Man muß keine anwendungsbeschränkenden Auflagen (wie z.B. Gewässer- oder Grundwasserschutz) beachten. Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Maske, Handschuhen, Stiefeln u.ä. sind nicht erforderlich. „Behandelte“ Pflanzen bzw. Gewächshäuser können jederzeit berührt oder betreten werden.

Ein rechtzeitig durchgeführter Nützlingseinsatz führt oft zu einem schnelleren Pflanzenwachstum und zu einer Verbesserung der kaefer1.jpgPflanzengesundheit.

Biologischer Pflanzenschutz mit Nützlingen bedeutet meist eine Einsparung bzw. Vermeidung von chemischen Pflanzenschutzmitteln sowie eine Verminderung des Arbeitsaufwandes (Pflanzen können während der Behandlung an Ort und Stelle bleiben, was besonders bei sehr großen Pflanzen zu beachten ist).

Alle Nützlingsarten können in Kombination miteinander eingesetzt werden.

Nützlinge benötigen bestimmte Bedingungen, um sich optimal vermehren und ihre positive Wirkung entfalten zu können. Deshalb sollte vor einer Anwendung biologischer Pflanzenschutzmethoden geklärt werden, ob die Ansprüche der Nützlinge mit den vorhandenen Bedingungen am Pflanzenstandort annähernd übereinstimmen.

Vor einem geplanten Nützlingseinsatz sollte für längere Zeit (3 Monate) kein Pflanzenschutzmittel mit lang anhaltender Wirkung ausgebracht werden, da Rückstände solcher Mittel die Nützlinge in ihrer Wirkung beeinträchtigen können. Zum Beispiel Pyrethroide sollten keinesfalls vorher eingesetzt werden, da sie sehr lange auf den Pflanzen wirksam bleiben!

Klebrige Beläge (durch Honigtau bzw. in Folge Rußtau) auf den Pflanzen sollten vor dem Nützlingseinsatz mechanisch entfernt oder abgewaschen werden, da v.a. Schlupfwespen dadurch beeinträchtigt werden können.

Die meisten Nützlinge benötigen eine höhere relative Luftfeuchtigkeit als 45%. Manche Arten erreichen ihre optimale Aktivität erst bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70%.

Die Temperatur sollte durchschnittlich nicht unter 18°C betragen. Auch die Tageslichtlänge kann für einige Arten ein begrenzender Faktor sein.

Ein Nützlingseinsatz sollte in der Regel zu Befallsbeginn erfolgen, wenige Arten können auch vorbeugend ausgebracht werden.

kaefer2.jpgBei stark befallenen Pflanzen kann bereits ein Rückschnitt die nötige Reduzierung der Schädlingsdichte bringen.

Ameisen können eine biologische Bekämpfung behindern, indem sie Nützlinge attackieren oder abschrecken. Es ist deshalb oft erforderlich, einen starken Ameisenbefall vor dem Nützlingseinsatz zu behandeln.

Für einen effektiven und kostengünstigen Nützlingseinsatz ist unbedingt eine exakte Bestimmung der Schädlinge nötig.

Viele Schädlinge befallen bevorzugt schwache Pflanzen. Deshalb sollten alle Maßnahmen getroffen werden, um die Pflanzen zu stärken, d.h. ausgewogene Düngung und Wasserzufuhr, ein für die Pflanzen optimaler Standort, ausreichende Durchlüftung.

Alle Pflanzen sollten vor dem Auspflanzen genau auf Schädlingsbefall kontrolliert werden. Erkrankte oder befallene Pflanzen nicht zwischen gesunde setzen.

 
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